AWASA-Projekt  - Realschule Osterburken

AWASA-Projekt

Aktionen gegen Hunger, Krankheit und schlechte Schulbildung in Awasa

Awasa, rund 200 km südlich von Addis Abeba gelegen, ist eine Stadt im Ostafrikanischen Grabenbruch in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Welt, das auf dem Index der menschlichen Entwicklung Rang 169 von 177 Ländern einnimmt. Die Ernährungssituation gilt als die schlechteste weltweit. Gründe dafür sind neben den Dürreperioden das hohe Bevölkerungswachstum, eine sehr schlechte Infrastruktur für den Gütertransport, die niedrigen Erträge der Landwirtschaft, die Zerstörung der Wälder und die starke Bodenerosion auf Ackerflächen in Hanglagen. Zudem haben steigende Weltmarktpreise für Energie und Lebensmittel die extreme Armut verschärft.

Mit internationaler Hilfe hat Äthiopien in den letzten Jahren wichtige Schritte gegen den Bildungsnotstand im Land unternommen. Zwar beträgt der Anteil der Erwachsenen, die lesen und schreiben können, laut der UNESCO nur 35%, aber inzwischen besuchen immerhin rund 60% der Kinder eine Grundschule.

1982 wurde der Verein "Aktion Hungernde Kinder e.V." in Buchen mit dem Ziel gegründet, den Kampf gegen Hunger, Krankheit und schlechte Schulbildung zu unterstützen. Das Spendenaufkommen, zu dem neben Schulen in Buchen, Gundelsheim, Neckarelz, und Schefflenz seit 1983 auch alle Osterburkener Schulen einen beträchtlichen Teil beitragen, kommt ausnahmslos Projekten in der Diözese Awasa zugute. Dort wurden und werden sie von Bischof Gasparini und seinen Nachfolgern schwerpunktmäßig für Maßnahmen auf dem Bildungs-, Gesundheits- und Ernährungssektor eingesetzt.

Die Verwendung der bei „Awasa-Aktionen" gesammelten Gelder wird den Schülern mittels vorheriger Bekanntgabe der Zielsetzung und Rückmeldungen durch zahlreiche Dankes­briefe mit Bildern transparent gemacht, wodurch eine hohe Motivation zur Teilnahme an den Hilfeprojekten entstand. Auch die Tatsache, dass die Spenden vor allem auch Kindern und Jugendlichen zugute kommen, trägt zum großen Engagement bei. Bereits 1983 konnten die für den Bau eines Trink­wasserbrunnens benötigten 5000 DM auf Anhieb zur Verfügung gestellt werden.

In den Folgejahren wurden u.a. Gelder für Nähmaschinen und Pflüge und den Bau eines Krankenhauses gesammelt. Neben den humanitären finden natürlich auch päda­gogische Projekte (Schulhausbau, Reno­vierung von Schulen, pädagogisches Material sowie Schulgeld, welches die Familien oft nicht aufbringen können) Unterstützung.

Die Haupteinnahmequellen der beiden Oster­burkener Ganztagsschulen sind die schon zur Tradition gewordenen Awasa-Wanderungen, bei denen Sponsoren für jeden gelaufenen Kilometer Geld spenden, und die durch die SMV organisierten Aktionswochen im Dezember.

Bis heute beläuft sich die Summe der durch die Osterburkener Schulen gesammelten Spen­den auf 297.640 €. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Michael Dier | Aus der Festschrift "25 Jahre RSO"

RSO im Video

Logo der Realschule Osterburken